Gravier- &
Werkzeugtechnik
Drahterodiermaschine Agie mit geöffnetem Arbeitsraum und Rundtisch in der Fertigungshalle.
Verfahren

Drahterodieren und Mikro-Drahterodieren

Agie Cut Vertox mit Dünndraht ab 0,03 mm. Für Konturen, die kein Fräser erreicht, und für Kanten, die scharf bleiben müssen.

Ø 0,03 mmDünndraht ab
350 × 250 × 250 mmArbeitsraum
2Standorte

Wo der Fräser aufhört, fängt der Draht an.

Ein Fräser hinterlässt in jeder Innenecke seinen eigenen Radius. Soll die Ecke scharf bleiben oder ist der Durchbruch schmaler als jedes Werkzeug, führt der Weg über den Draht. Mit Dünndrähten ab 0,03 mm Durchmesser werden Stege und Schlitze möglich, die zerspanend nicht herstellbar sind.

Weil erodiert wird und nicht geschnitten, spielt die Härte des Werkstoffs keine Rolle. Gehärtete Werkzeugstähle und Hartmetall lassen sich im Endzustand bearbeiten, also nach dem Härten und ohne den Verzug, den eine spätere Wärmebehandlung mitbringen würde.

Was die Anlage leistet.

0,03mm
Drahtdurchmesser ab

Dünndraht für Stege, Schlitze und Konturen im Zehntelmillimeterbereich.

350mm
Arbeitsraum in X

Bei 250 mm in Y und 250 mm in Z. Ausreichend für Werkzeugeinsätze und Platten.

3D
Einrichten automatisch

Die Anlage richtet das Werkstück selbst ein, das verkürzt die Rüstzeit deutlich.

2Standorte
parallel verfügbar

Je nach Anforderung und Auslastung, ohne dass das Bauteil das Haus verlässt.

Komplexeste Konturen, perfekte Oberfläche.

Die Agie Cut Vertox ist auf ultrapräzise Bearbeitung ausgelegt. Ihr Mechanikkonzept hält den Draht auch bei komplexen Konturen in Position, was sich unmittelbar in der Oberflächenqualität der Schnittfläche zeigt.

Typische Aufgaben sind Durchbrüche in Umformwerkzeugen, Innenverzahnungen, Schneidplatten und alles, was mit erodierten Kupferelektroden weiterverarbeitet wird. Die Elektroden selbst entstehen bei uns gefräst.

Gemessen wird anschließend im eigenen Messraum, taktil in 3D oder optisch in 2D. Der Konturvergleich gegen die CAD-Daten gehört zum Protokoll.

Kupferelektroden auf Flanschen neben erodierten Bauteilen mit feiner Innenverzahnung.
Kupferelektroden und die damit erodierten Innenverzahnungen.

Fragen zum Drahterodieren.

Was ist Drahterodieren?

Drahterodieren ist ein abtragendes Verfahren, bei dem ein dünner Draht die Kontur durch elektrische Entladungen aus dem Werkstück schneidet. Es gibt keinen Werkzeugdruck und keine Rücksicht auf die Härte.

Wie dünn ist der dünnste Draht?

Wir erodieren mit Drähten ab 0,03 mm Durchmesser. Damit sind Innenradien möglich, die kein Fräswerkzeug erreicht. Für größere Konturen kommen kräftigere Drähte zum Einsatz, weil sie schneller schneiden und die Schnittfläche ruhiger bleibt.

Welchen Arbeitsraum haben die Anlagen?

Der Arbeitsraum beim Drahterodieren misst 350 × 250 × 250 mm. Größere Bauteile teilen wir in Bearbeitungsschritte auf oder verlegen die Kontur auf ein anderes Verfahren. Was davon sinnvoll ist, klären wir vor dem Angebot.

Ist der Werkstoff eine Einschränkung?

Erodiert wird alles elektrisch Leitfähige, unabhängig von der Härte. Gehärteter Stahl und Hartmetall verhalten sich dabei wie weiche Werkstoffe. Der Härtezustand spielt für das Ergebnis keine Rolle, die Leitfähigkeit schon.

Wie scharf wird eine Innenecke?

Der Eckenradius entspricht im Wesentlichen dem halben Drahtdurchmesser. Mit Dünndraht ab 0,03 mm werden Innenecken damit deutlich schärfer, als sie ein Fräser hinterlässt.

Kontur schmaler als jedes Werkzeug?

Schicken Sie die Zeichnung, wir sagen Ihnen, ob der Draht das löst.